Juli 2026: Rarität des Monats

Melkschemel | (c) Altertrümmer Klingbachtal e.V. / Rainer Tempel | Verwendung nur mit schriftlicher Zustimmung des Vereins



Der Melkschemel

Ein Melkschemel ist ein kleiner Hocker, der beim Melken im Anbindestall verwendet wurde. Typische Melkschemel bestehen aus einem einzelnen Standfuß und einer runden Sitzplatte. Da man beim Melken beide Hände braucht und von Kuh zu Kuh wechseln muss, kann der Schemel normalerweise mit einer Garnitur umgeschnallt werden.

Mit der Erfindung der Melkmaschine wurden Melkschemel überflüssig.

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Auf Youtube haben wir ein Video gefunden, in dem einer erklärt, wie das funktioniert, mit dem Melken im kleinen Stall. Natürlich hat der Melker von heute den Hightec-Melkschemel im Einsatz, aber etwas balancieren muss er auch darauf. Es lohnt sich im Übrigen, auch einmal die Kommentare unter dem Video zu lesen – da sieht man, was die Leute vom Fach darüber denken!

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Traktortreffen ’26 in Heuchelheim: anmelden, bitte!

Die ersten Anfragen sind schon bei uns eingetrudelt – das Traktortreffen ’26 rückt immer näher. Notiert Euch auf jeden Fall schon einmal das zweite August-Wochenende, von Freitag 7. August (Traktorsegnung) über Samstag 8. und Sonntag 9. August (Traktorkorso).

Ihr könnte Euch jetzt schon bei uns anelden. Insbesondere, wenn Ihr bei uns übenachten wollt, meldet bitte schonmal Eure Stellplätze an. Das hilft uns, besser zu kalkulierten. Am besten macht Ihr das über die Mail-Adresse

orga[at)altertruemmer.de

Ihr könnte Auch Tobias über Facebook erreichen, wenn Ihr wollt.

21. Juni 26: wir fahren zum Traktortreffen nach Weyher

(c)Altertrümmer Klingbachtal e.V. / Tobias Maus Fahrt zum Traktortreffen in Weyher

Heiß war’s schon, als sich die Hartgesottenen unter uns morgens in Ilbesheim trafen. Vor ihnen 18 km Fahrt nach Weyher. Begleitet wieder von Rainer Tempel im Unimog starteten Tobias, Tom, Rainer Mewis und Dieter wieder samt Hebstwägelchen und Proviant nach Weyher. Rainer Mewis und Tobias Maus haben die Eindrücke festgehalten.

Juni 2026: Rarität des Monats

Schnapsfilter der Fa. Wickert in Landau (c) Altertrümmer Klingbachtal e.V. / Rainer Tempel - Verwendung nur mit schriftlicher Zustimmung des Vereins



Der Landauer Schnapsfilter

Unser Schnapsfilter wurde von der Fa. Wickert in Landau hergestellt. Es ist ein sog. Anschwemmfilter, mit dem durch Feinfiltration Trubstoffe aus Destillaten entfernt werden können.

Die Feinfiltration wird dadurch erreicht, dass zunächst ein Filterhilfsmittel – das Anschwemmmittel, z. B. Zellulose – auf die Filterfläche aufgebracht und mit einer Trägerflüssigkeit angeschwemmt wird. Dadurch bildet sich ein sehr feinporiger Filterkuchen, der die Trubstoffe aufnimmt. Das Filtrat, also die geklärte Flüssigkeit, fließt nach unten ab und kann über einen Hahn abgelassen werden.

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Mai 2026: unser „neues“ Zelt muss aufgebaut werden

(c) Altertrümmer Klingbachtal e.V. / Uwe Götz Jegliche Verwendung nur mit schriftlicher Genehmigung des Vereins

Das war kein ganz einfaches Unterfangen: wir hatten sehr preisgünstig ein Lagerzelt bekommen. Die Idee dahinter: wir könnten es als Schutz für die Herbstwägelchen nutzen und außerdem für das Traktortreffen im August gebrauchen.

Das Problem dabei: da kam eine große Kiste mit Stangen jeglicher Größe, aber eine Anleitung – Fehlanzeige. Nun war logisches Denken gefragt. Aber wer schon in seiner in zertam Alter mit dem Metallbaukasten zu tun hatte, verzweifelt nicht so schnell!

Außerdem: eine Altertrümmer-Aktion muss auch Spaß machen. Zumal am ersten warmen Wochenende nach einem verregneten Mai!

Mai 2026: Rarität des Monats

Unsere selbstgebaute Bandsäge auf einem "Wanderer"-Chassis



Die fahrbare Bandsäge

Wie alt diese fahrbare Bandsäge ist, lässt sich nicht genau feststellen. Chassis und Getriebe stammen von einem Wanderer-PKW, der Deutz-Diesel mit Verdampfungskühlung, der jetzt Säge und Fahrwerk antreibt, ist vom Anfang der 1950er Jahre, davor war das gleiche Modell von 1932 eingebaut. Vermutlich wurde die Maschine kurz vor oder kurz nach dem Zweiten Weltkrieg auf Basis eines Schrott-PKW konstruiert, wahrscheinlich von einem Fachbetrieb in Landau. Sie war bis 2023 in Lug im Einsatz.

Als selbstfahrende Arbeitsmaschine mit einer maximalen Geschwindigkeit von 6 km/h braucht die Säge keine Zulassung, um auf der Straße zu fahren. Für den Fahrbetrieb wird der von der Riemenscheibe des Motors angetriebene Flachriemen von der Riemenscheibe der Säge auf die Scheibe des Fahrantriebs verschoben. Für Fahrten außerhalb unseres Standortes ziehen wir es allerdings vor, die Säge auf einem Anhänger zu transportieren.

/rt

Unsere selbstgebaute Bandsäge auf einem "Wanderer"-Chassis
Altertrümmer-Mitglied Tom Schäffer führt die Bandsäge vor. Auch mit über 90 Jahren funktioniert sie noch einwandfrei.

Auf dem Traktortreffen 2025 haben wir die Bandsäge für die Zuschauer zum Laufen gebracht. Nicht ganz so einfach – aber am Ende lief sie!

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April 2026: Rarität des Monats

Ein Kumb aus einem Kuhhorn auf liegt auf einem Eichentisch



Der Kumb


Sense, Wetzstein und Kumb (hochdeutsch auch „Kumbf“ genannt) sind die zusammen notwendigen traditionellen Werkzeuge für das Mähen von Gras, früher auch von Getreide.

Das Sensenblatt muss beim Mähen regelmäßig nachgeschärft werden, was man mit dem Wetzstein macht. Dieser längliche, ovale Stein besteht oft aus Siliciumcarbid und wird am besten nass verwendet, weswegen er bei der Arbeit im Kumb mitgeführt wird, in dem er in etwas Wasser ruht. Der Kumb oder Wetzsteinbecher besteht aus Holz, Blech oder einem Kuhhorn und wird am Gürtel getragen.

Kumb aus Holz (c) Altertrümmer

/rt

Viele Besitzer von Wiesen- und Obstgrundstücken kehren wieder dazu zurück, das Gras traditionell mit der Sense zu mähen. Das ist schonender für Pflanzen und Tiere. Allerdings ist es auch richtig Arbeit und das Werkzeug muss funktionieren. Wie man die Sense schärft, seht Ihr hier im Video – und „unser“ Kumpf ist im Einsatz.

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Die Altertrümmer in Johanniskreuz

(c) Altertrueemmer

Am 21. März 2026 fand der Tag des Waldes statt. Das Forstamt Johanniskreuz hatte zu einer Veranstaltung rund um den Wald und die Holzwirtschaft eingeladen. Mit dabei auch unsere berühmteste Rarität, die Badnsäge, die dank sorgsamer Pflege und Vorbereitung eine problemlose Publikumsvorführung ablieferte.

Für die Bilder herzlichen Dank an Tom Schäffer

Video – unsere Bandsäge 2025

März 2026: Rarität des Monats



Eisschrank EFA Eiskfink


Ein Eisschrank ist ein Vorläufer des Kühlschranks. Er verbraucht keinen Strom, denn die Kühlung erfolgt durch Eis. Im Grunde ist er ein einfacher Schrank mit zwei Fächern. In das obere wurden Eisstücke oder Stangeneis eingelegt, in dem zweiten darunter wurden die Lebensmittel aufbewahrt. Trotz guter Isolierung taute das Eis im Eisfach langsam ab. Das Schmelzwasser floss über eine Röhre in eine Wanne am Boden des Schrankes, aus der es mit einem Hahn abgelassen werden konnte.

Unser „Eisfink“ stammt aus den 1930er Jahren, einer Zeit als das Stangeneis vom sogenannten Eismann geliefert wurde, der große Mengen Eis in einem Kühlhaus oder Eiskeller aufbewahrte. Das Eis vom Winter wurde dort für den Sommer eingelagert und dann an die Haushalte und Geschäfte verteilt. Noch bis vor 50 Jahren wurde Stangeneis in Restaurants zur Getränkekühlung benutzt.

Heute gibt es keine Eiskeller mehr, und unter Eismann versteht man jetzt den Speiseeisverkäufer. /rt

Der Eismann war noch bis in die 50er Jahre so normal, dass kaum jemand auf die Idee kam, diesen auf Bildern oder im Film festzuhalten. Hier ein Fund aus dem Bundesarchiv: Auch in der Großstadt (West-)Berlin gab es nach dem Krieg noch Eismänner. Dort gibt es übrigens auch noch einen Ortsteil namens „Eiskeller“. Bei uns auf den Dörfern sind die Eiskeller mittlerweile aus dem Ortsbild verschwunden.

(c) Bundesarchiv
Zentralbild Zimontkowski 6.7.1957 Berlin bei 30° im Schatten Sehnsüchtig wird in diesen Tagen in vielen Haushalten und Geschäften der „Eismann“ erwartet. Aber auch unsere Kleinen empfangen ihn mit Freuden – ob wohl ein Tropfen abfällt?

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Februar 2026: Rarität des Monats



Unser Stromwagen


Unser Stromwagen stammt wahrscheinlich aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Damals konnten sich die meisten Bauern keine eigene Dreschmaschine leisten und das Dreschen mit Dreschflegeln war noch die Regel. Es gab aber auch Lohnunternehmer, die mit einer Dreschmaschine zu den Bauern kamen. Diese Maschine wiederum brauchte einen Antrieb. Das konnte eine Dampfmaschine sein oder ein Elektromotor. Ein Stromwagen hat in seinem Innern einen Elektromotor und seitlich eine Riemenscheibe für einen Flachriemen. Da längst nicht alle Dörfer damals mit Strom versorgt waren, konnte man mit dem Stromwagen und der Dreschmaschine auch einfach in der Nähe einer 380-Volt-Freileitung dreschen. Dazu führte der Stromwagen zwei lange Holzstangen mit Haken mit sich, mittels derer die Anschlusskabel des Elektromotors direkt an die Freileitung angeschlossen wurden. Im Wagen befand sich ein Zähler, so dass der Verbrauch korrekt abgerechnet werden konnte. Klingt abenteuerlich, und wir haben auch bis jetzt nicht geplant, dieses Anschlussverfahren auszuprobieren.

/rt

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