Juli 2025: Rarität des Monats

Die Kleegeige

Die Kleegeige ist ein Gerät zum gleichmäßigen Ausbringen von kleinkörnigem Saatgut auf dem Feld, also z. B. von Rüben-, Gras-, Senf-, oder Kleesamen. Vorne am Gerät ist ein mit einer Schnur bespannter Querstab angebracht, der einem Geigenbogen ähnelt. Durch eine Hin- und Her-Bewegung wird über die Schnur ein sternförmiges, in fünf Fächer unterteiltes Blech bewegt, das das Saatgut aus dem hölzernen Behälter auswirft.

®Altertrümmer/Rainer T empel
Die Einstellung für die Saatbreite

Die Streubreite beträgt bis zu 6 Meter und kann über einen Schieber entsprechend der Samenart verändert werden. Angegeben sind auf dem Schildchen Rüben und Klee.

Die Kleegeige (engl. seed fiddle) wurde Mitte des 19. Jahrhundert in den USA entwickelt und kam von dort nach Westeuropa. In Deutschland wurde die erste Kleegeige bei der „Ausstellung deutscher Industrie- und Gewerbserzeugnisse“ in München 1854 präsentiert.

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