Der Mausbohrer
Biologische Schädlingsbekämpfung auf die harte Tour
Der Mausbohrer ist ein Erdbohrer und sieht aus, als ob man das Blatt eines alten Spatens rundgebogen hätte.
Er dient dazu, ein Loch von ca. maximal einem halben Meter Tiefe in den Ackerboden zu bohren. In Lehm- und Lößlehmböden, wie sie in der Südpfalz häufig vorkommen, entsteht auf diese Weise ein Loch mit glatten Wänden, in das man noch ein paar Getreidekörner wirft. Solche Löcher werden aber nicht willkürlich irgendwo im Acker angebracht, sondern man sucht die Laufgänge der Feldmäuse, die man als kleine Trampelpfade oder durch die aufgeworfene Erde leicht erkennen kann. Ein solches Loch unterbricht also den Laufgang, so dass die Mäuse hineinfallen, oder, angelockt durch die Körner, hineinspringen. Aufgrund der glatten Lehmwände können sie nicht mehr schnell entkommen.
Die Löcher wurden halbtäglich kontrolliert und darin gefangene Mäuse mit einem Spieß erstochen. Der wurde oft einfach aus einem starken Stück Wingertsdraht gefertigt. Für die Ablieferung der aufgespießten Nager beim Bürgermeister wurde gelegentlich sogar eine Kopfprämie von 2 Pfennigen ausgelobt. Noch bis Ende der 1940er Jahre wurden diese Werkzeuge verwendet.
RT
Raritäten der letzten Monate
- Januar 25: Rarität des Monats
Der Mausbohrer ist ein Erdbohrer und sieht aus, als ob man das Blatt eines alten Spatens rundgebogen hätte. In der Südpfalz wer er tatsächlich noch lang im Einsatz – mehr hier - Februar 25: Rarität des Monats
Die Schrotleiter hat wenig mit dem zu tun, das aus der Flinte verschossen wird – wozu sie gebraucht wurde, lest Ihr hier - März 25: Rarität des Monats
Das Sesel ist eines der ältesten bekannten Werkzeuge und bei manchen sogar immer noch in Gebrauch. Mehr hier - April 25: Rarität des Monats
Nein, die Rösser wurden nicht gezupft – allerdings hatten sie Ihr Haar schon abgegeben, bis diese Maschine zum Einsatz kam - Mai 25: Rarität des Monats
Dieser Generator braucht weder Diesel noch Benzin – das Kernstück ist die Dampfmaschine, die ihn antreibt - Juni 25: Rarität des Monats
Das ist einer, der auf jeden Fall ohne Diesel, und fast ohne Benzin, auskommt – wir sind stolz auf dieser Rarität. Mehr zur Geschichte hier! - Juli 2025: Rarität des Monats
Ja, der Bauer war früher musikalischer als heute… Was die Geige mit dem Klee zu tun hat, seht Ihr hier - August 2025: Die Rarität des Monats
Wer kennt sich noch mit Simmer und Malter aus? Was es damit auf sich hat, seht Ihr hier - September 2025: Rarität der Monats
Zugegeben: die Grumbeerhex hat auch einen hochdeutschen Namen – aber ehrlich: der pfälzische ist doch viel schöner! Das ist unsere Rarität des Monats Septemebr - Oktober 2025: Rarität des Monats
Ziemlich beeinduckende Zähne hat unsere Rarität des Monats Oktober. Es handelt sich um einen Import aus Großbritannien – hierzulande war die Dragsaw kaum bekannt. - November 2025: Rarität des Monats
Unsere Rarität des Monats November war bis weit ins 20. Jahrhundert noch ein normaler Anblick, nicht nur in der Pfalz. Er war Arbeitsutensil der Küfer, die nicht nur die Fässer für die Weingüter bauten, sondern kleineren Winzern auch Dienstleistungen anboten. - Dezember 2025: Rarität des Monats
Das war schon eine Arbeitserleichterung: eine Maschine, die Sensen überflüssig machte und dann auch noch schöne Garben zusammenband. Erfunden natürlich zuerst für die Farmer der USA. Unsere Rarität im Dezember 2025


