Dezember 2025: Rarität des Monats


Bindemäher Fella Pony


Unser Bindemäher stammt aus den Jahr 1942. Bindemäher oder Mähbinder sind zwei Bezeichnungen für die gleiche Maschine, die Getreide mäht und es gleichzeitig in Garben bindet. Um sie zu ziehen, brauchte man früher zwei Pferde oder Ochsen oder einen Traktor. Der Bindemäher wurde zwar schon 1872 in den USA erfunden, war aber bei uns vor allem erst nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die 1960er Jahre verbreitet. Heute hat man Mähdrescher, die, wie der Name es sagt, das Getreide mähen und gleichzeitig dreschen. Vor der Erfindung der Mähdrescher wurde mit Dreschflegeln gedroschen, die dann von Dreschmaschinen abgelöst wurden. Für Dreschflegel wie für Dreschmaschinen, brauchte man das Getreide in Bündeln, in Garben.
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Unsere Maschine, die wir hier im Bild zeigen, wurde von der Fa. Fella in Feucht bei Nürnberg hergestellt. Dieser Hersteller wurde 2022 an den AGCO-Konzern verkauft und produziert heute nur noch unter den Marken Fendt und Massys-Ferguson . Auch andere Firmen wie z.B. Lanz in Mannheim stellten solche Geräte her. Das Video unten zeigt exemplarisch den Einsatz eines Lanz-Bindemähers im Schwäbischen.


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Alle Raritäten des Jahres 2025

  • Januar 25: Rarität des Monats
    Der Mausbohrer ist ein Erdbohrer und sieht aus, als ob man das Blatt eines alten Spatens rundgebogen hätte. In der Südpfalz wer er tatsächlich noch lang im Einsatz – mehr hier
  • Februar 25: Rarität des Monats
    Die Schrotleiter hat wenig mit dem zu tun, das aus der Flinte verschossen wird – wozu sie gebraucht wurde, lest Ihr hier
  • März 25: Rarität des Monats
    Das Sesel ist eines der ältesten bekannten Werkzeuge und bei manchen sogar immer noch in Gebrauch. Mehr hier
  • April 25: Rarität des Monats
    Nein, die Rösser wurden nicht gezupft – allerdings hatten sie Ihr Haar schon abgegeben, bis diese Maschine zum Einsatz kam
  • Mai 25: Rarität des Monats
    Dieser Generator braucht weder Diesel noch Benzin – das Kernstück ist die Dampfmaschine, die ihn antreibt
  • Juni 25: Rarität des Monats
    Das ist einer, der auf jeden Fall ohne Diesel, und fast ohne Benzin, auskommt – wir sind stolz auf dieser Rarität. Mehr zur Geschichte hier!
  • Juli 2025: Rarität des Monats
    Ja, der Bauer war früher musikalischer als heute… Was die Geige mit dem Klee zu tun hat, seht Ihr hier
  • August 2025: Die Rarität des Monats
    Wer kennt sich noch mit Simmer und Malter aus? Was es damit auf sich hat, seht Ihr hier
  • September 2025: Rarität der Monats
    Zugegeben: die Grumbeerhex hat auch einen hochdeutschen Namen – aber ehrlich: der pfälzische ist doch viel schöner! Das ist unsere Rarität des Monats Septemebr
  • Oktober 2025: Rarität des Monats
    Ziemlich beeinduckende Zähne hat unsere Rarität des Monats Oktober. Es handelt sich um einen Import aus Großbritannien – hierzulande war die Dragsaw kaum bekannt.
  • November 2025: Rarität des Monats
    Unsere Rarität des Monats November war bis weit ins 20. Jahrhundert noch ein normaler Anblick, nicht nur in der Pfalz. Er war Arbeitsutensil der Küfer, die nicht nur die Fässer für die Weingüter bauten, sondern kleineren Winzern auch Dienstleistungen anboten.
  • Dezember 2025: Rarität des Monats
    Das war schon eine Arbeitserleichterung: eine Maschine, die Sensen überflüssig machte und dann auch noch schöne Garben zusammenband. Erfunden natürlich zuerst für die Farmer der USA. Unsere Rarität im Dezember 2025

November 2025: Rarität des Monats

(c) Altertrümmer e.V. / Rainer Tempel

Der Küferwagen

Den Küferwagen bekamen die Altertrümmer vom Weingut Meyer aus Heuchelheim geschenkt. Der Wagen stammt ursprünglich aus Baden.

Die Küfer stellten dort nicht nur Holzfässer und Zuber her, sondern bauten auch für die Winzer den Wein aus. Mit einem solchen von Hand gezogenen Wagen kamen die Küfer mit ihren Schläuchen, Pumpen und Weinhähnen zu den Winzerbetrieben, die selbst außer Traubenmühle und Kelter keine Gerätschaften hatten, und bauten dort den Wein aus.

Mit der Gründung von Genossenschaften ging in Baden diese Ära zu Ende.

In der Pfalz unterschied man schon lange zwischen Fassküfern und Weinküfern. Fassküfer gibt es heute allgemein nur noch sehr wenige, wenn auch durch das Aufkommen der Barriquefässer der Beruf wieder etwas Aufschwung nehmen konnte. Statt der Berufsbezeichnung „Weinküfer“ wird heute meist „Weintechnologe“ verwendet.

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Oktober 2025: Rarität des Monats

(c) Altertrümmer / Rainer Tempel

Tele’s Dragsaw

Eine Zugsäge (engl. Dragsaw) ist eine große Säbelsäge, die mit einem langen Sägeblatt dicke Baumstämme ablängt, also auf die gewünschte Länge bringt. In England, den USA und Kanada war dieser Sägentyp gebräuchlich, in Deutschland dagegen eher unbekannt. Unsere Säge ist ein englisches Fabrikat des Herstellers Tele aus London und stammt aus dem Jahr 1926. Tele’s Dragsaws wurden bis Anfang der 1950er Jahre nahezu unverändert gebaut. Angetrieben wird die Säge von einem 1-Zylinder-Benzinmotor mit Magnetzündung; sie muss also angekurbelt werden. Damit die Maschine nicht durch die Sägebewegungen nach hinten wegruckelt, werden die Räder quer gestellt.

Der zu sägende Stamm muss fest, ohne zu wackeln, auf dem Boden liegen. Die Säge wird mit zwei starken eisernen Spießen und einer Kette mit Haken auf dem Stamm befestigt, bevor das Sägeblatt bei laufendem Motor auf den Stamm abgelassen wird.

Ist der Baumstamm gekürzt und soll ein weiteres Stück abgesägt werden, müssen die Spieße und die Kette gelöst und die Säge auf den querstehenden Rädern ein entsprechendes Stück weiterbewegt werden

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Alle Raritäten des Jahres 2025

  • Januar 25: Rarität des Monats
    Der Mausbohrer ist ein Erdbohrer und sieht aus, als ob man das Blatt eines alten Spatens rundgebogen hätte. In der Südpfalz wer er tatsächlich noch lang im Einsatz – mehr hier
  • Februar 25: Rarität des Monats
    Die Schrotleiter hat wenig mit dem zu tun, das aus der Flinte verschossen wird – wozu sie gebraucht wurde, lest Ihr hier
  • März 25: Rarität des Monats
    Das Sesel ist eines der ältesten bekannten Werkzeuge und bei manchen sogar immer noch in Gebrauch. Mehr hier
  • April 25: Rarität des Monats
    Nein, die Rösser wurden nicht gezupft – allerdings hatten sie Ihr Haar schon abgegeben, bis diese Maschine zum Einsatz kam
  • Mai 25: Rarität des Monats
    Dieser Generator braucht weder Diesel noch Benzin – das Kernstück ist die Dampfmaschine, die ihn antreibt
  • Juni 25: Rarität des Monats
    Das ist einer, der auf jeden Fall ohne Diesel, und fast ohne Benzin, auskommt – wir sind stolz auf dieser Rarität. Mehr zur Geschichte hier!
  • Juli 2025: Rarität des Monats
    Ja, der Bauer war früher musikalischer als heute… Was die Geige mit dem Klee zu tun hat, seht Ihr hier
  • August 2025: Die Rarität des Monats
    Wer kennt sich noch mit Simmer und Malter aus? Was es damit auf sich hat, seht Ihr hier
  • September 2025: Rarität der Monats
    Zugegeben: die Grumbeerhex hat auch einen hochdeutschen Namen – aber ehrlich: der pfälzische ist doch viel schöner! Das ist unsere Rarität des Monats Septemebr
  • Oktober 2025: Rarität des Monats
    Ziemlich beeinduckende Zähne hat unsere Rarität des Monats Oktober. Es handelt sich um einen Import aus Großbritannien – hierzulande war die Dragsaw kaum bekannt.
  • November 2025: Rarität des Monats
    Unsere Rarität des Monats November war bis weit ins 20. Jahrhundert noch ein normaler Anblick, nicht nur in der Pfalz. Er war Arbeitsutensil der Küfer, die nicht nur die Fässer für die Weingüter bauten, sondern kleineren Winzern auch Dienstleistungen anboten.
  • Dezember 2025: Rarität des Monats
    Das war schon eine Arbeitserleichterung: eine Maschine, die Sensen überflüssig machte und dann auch noch schöne Garben zusammenband. Erfunden natürlich zuerst für die Farmer der USA. Unsere Rarität im Dezember 2025

September 2025: Rarität der Monats

Der Fünfstab-Kartoffelschleuderroder

Fabrikat Luthringia, gebaut in Kaiserslautern in den 1920er Jahren

Viele Leute halten diese Maschine wegen der beweglichen Gabeln für einen Heuwender, aber es ist eine „Grumbeerhex“, wie das Ding auf Pfälzisch heißt.

Ursprünglich von einem Pferd oder einem anderen Zugtier gezogen, in späteren Jahren von einem Traktor, werden mit der Pflugschar die Kartoffelstöcke aus dem Boden gepflügt. Die Eisenräder, dienen nicht nur der Vorwärtsbewegung des Roders, sie treiben auch den Drehmechanismus an, mit denen die fünf Gabeln die ausgepflügten Kartoffeln auf die rechte Seite werfen. Für die Leute war das vor hundert Jahren die reinste Hexerei, was die Grumbeerhex da leistete: kein Aushacken der Kartoffeln, nur noch aufsammeln!

August 2025: Die Rarität des Monats

®Altertrümmer/Rainer Tempel

Der Simmre (auch Simmer)

Ein Simmer ist ein Getreidemaß aus der Zeit vor Gramm und Kilo. Das metrische System wurde erst am 1. Januar 1872 in ganz Deutschland eingeführt. Kilogramm und Meter erwiesen sich als ein Segen, denn bevor diese Maßeinheiten festgelegt wurden, hatte fast jede Stadt und jedes Land mit eigenen Gewichten und Einheiten gemessen. Solche Maße waren regional sehr unterschiedlich, und man unterschied außerdem noch nach der zu messenden Getreideart.

Ein Simmer (pfälzisch Simmre) ist eine Unterteilung des Malters. Der Einfachheit und Verständlichkeit des Maßsystems wegen, wird hier verkürzt das Speyrer System angegeben:

1 Malter = 8 Simmre = 32 Immel

Ein Malter umfasste (abhängig von der Getreideart, also je nachdem ob Hafer, Weizen, Gerste oder Roggen gemessen wurden) mindestens 125 Liter, also deutlich mehr als 100 kg, ein Simmre somit mindestens 12,5 kg.

Für Bauern und Müller waren Maltersäcke eine normale Verpackungsgröße, heute kaum noch vorstellbar.

Wilhelm Busch: Max und Moritz
Der Maltersack wurde Max und Moritz zum Verhängnis…

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Raritäten der letzten Monate

    Juli 2025: Rarität des Monats

    ®Die Kleegeiige

    Die Kleegeige

    Die Kleegeige ist ein Gerät zum gleichmäßigen Ausbringen von kleinkörnigem Saatgut auf dem Feld, also z. B. von Rüben-, Gras-, Senf-, oder Kleesamen. Vorne am Gerät ist ein mit einer Schnur bespannter Querstab angebracht, der einem Geigenbogen ähnelt. Durch eine Hin- und Her-Bewegung wird über die Schnur ein sternförmiges, in fünf Fächer unterteiltes Blech bewegt, das das Saatgut aus dem hölzernen Behälter auswirft.

    ®Altertrümmer/Rainer T empel
    Die Einstellung für die Saatbreite

    Die Streubreite beträgt bis zu 6 Meter und kann über einen Schieber entsprechend der Samenart verändert werden. Angegeben sind auf dem Schildchen Rüben und Klee.

    Die Kleegeige (engl. seed fiddle) wurde Mitte des 19. Jahrhundert in den USA entwickelt und kam von dort nach Westeuropa. In Deutschland wurde die erste Kleegeige bei der „Ausstellung deutscher Industrie- und Gewerbserzeugnisse“ in München 1854 präsentiert.

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    Die Raritäten der letzten Monate

    • Dezember 2025: Rarität des Monats
      Das war schon eine Arbeitserleichterung: eine Maschine, die Sensen überflüssig machte und dann auch noch schöne Garben zusammenband. Erfunden natürlich zuerst für die Farmer der USA. Unsere Rarität im Dezember 2025
    • November 2025: Rarität des Monats
      Unsere Rarität des Monats November war bis weit ins 20. Jahrhundert noch ein normaler Anblick, nicht nur in der Pfalz. Er war Arbeitsutensil der Küfer, die nicht nur die Fässer für die Weingüter bauten, sondern kleineren Winzern auch Dienstleistungen anboten.
    • Oktober 2025: Rarität des Monats
      Ziemlich beeinduckende Zähne hat unsere Rarität des Monats Oktober. Es handelt sich um einen Import aus Großbritannien – hierzulande war die Dragsaw kaum bekannt.
    • September 2025: Rarität der Monats
      Zugegeben: die Grumbeerhex hat auch einen hochdeutschen Namen – aber ehrlich: der pfälzische ist doch viel schöner! Das ist unsere Rarität des Monats Septemebr
    • August 2025: Die Rarität des Monats
      Wer kennt sich noch mit Simmer und Malter aus? Was es damit auf sich hat, seht Ihr hier

    Juni 25: Rarität des Monats

    ®Altertrümmer / Rainer Tempel

    Normag Holzgasschlepper NG 25

    Baujahr 1942, Hersteller Nordhäuser Maschinenbau AG, Nordhausen/Harz

    Mitte 1942 wurde die Produktion von Schleppern mit Motoren für flüssige Kraftstoffe verboten, da diese für die Wehrmacht benötigt wurden. Normag war vorbereitet, die Herstellung der beiden bisher produzierten Schleppertypen wurde eingestellt und der NG 25 ging in Produktion. Verwendet wurde ein Einheitsmotor von MWM, der TG 15 mit zwei Zylindern und einer Leistung von 25 PS aus 3982 ccm Hubraum.

    Der Motor wird mit Benzin gestartet und nach dem Warmlaufen wird auf Holzgas umgeschaltet. Der vorn auf der Vorderachse angebrachte große Kessel wird mit kleinen Holzstücken gefüllt, die bei gedrosselter Luftzufuhr langsam verkohlen. Mit dem dadurch gewonnenen Gas lässt sich der Motor betreiben, allerdings verliert er dabei ca. 30 Prozent seiner Leistung im Vergleich zu einem Dieselantrieb. Auch die Verschmutzung ist enorm, die gesamte Anlage erfordert ständige Pflege.

    Den durch die Holzgasanlage benötigten Mehrbedarf an Platz kompensierte Normag durch ein kurzes, speziell entwickeltes Getriebe von Prometheus. Radstand und die gesamte Schlepperlänge wurden kaum größer, ein Wendekreis von nur sechs Metern machte so auch den Holgasschlepper ziemlich wendig.

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    Raritäten der letzten Monate

    • Januar 25: Rarität des Monats
      Der Mausbohrer ist ein Erdbohrer und sieht aus, als ob man das Blatt eines alten Spatens rundgebogen hätte. In der Südpfalz wer er tatsächlich noch lang im Einsatz – mehr hier
    • Februar 25: Rarität des Monats
      Die Schrotleiter hat wenig mit dem zu tun, das aus der Flinte verschossen wird – wozu sie gebraucht wurde, lest Ihr hier
    • März 25: Rarität des Monats
      Das Sesel ist eines der ältesten bekannten Werkzeuge und bei manchen sogar immer noch in Gebrauch. Mehr hier
    • April 25: Rarität des Monats
      Nein, die Rösser wurden nicht gezupft – allerdings hatten sie Ihr Haar schon abgegeben, bis diese Maschine zum Einsatz kam
    • Mai 25: Rarität des Monats
      Dieser Generator braucht weder Diesel noch Benzin – das Kernstück ist die Dampfmaschine, die ihn antreibt
    • Juni 25: Rarität des Monats
      Das ist einer, der auf jeden Fall ohne Diesel, und fast ohne Benzin, auskommt – wir sind stolz auf dieser Rarität. Mehr zur Geschichte hier!
    • Juli 2025: Rarität des Monats
      Ja, der Bauer war früher musikalischer als heute… Was die Geige mit dem Klee zu tun hat, seht Ihr hier
    • August 2025: Die Rarität des Monats
      Wer kennt sich noch mit Simmer und Malter aus? Was es damit auf sich hat, seht Ihr hier
    • September 2025: Rarität der Monats
      Zugegeben: die Grumbeerhex hat auch einen hochdeutschen Namen – aber ehrlich: der pfälzische ist doch viel schöner! Das ist unsere Rarität des Monats Septemebr
    • Oktober 2025: Rarität des Monats
      Ziemlich beeinduckende Zähne hat unsere Rarität des Monats Oktober. Es handelt sich um einen Import aus Großbritannien – hierzulande war die Dragsaw kaum bekannt.
    • November 2025: Rarität des Monats
      Unsere Rarität des Monats November war bis weit ins 20. Jahrhundert noch ein normaler Anblick, nicht nur in der Pfalz. Er war Arbeitsutensil der Küfer, die nicht nur die Fässer für die Weingüter bauten, sondern kleineren Winzern auch Dienstleistungen anboten.
    • Dezember 2025: Rarität des Monats
      Das war schon eine Arbeitserleichterung: eine Maschine, die Sensen überflüssig machte und dann auch noch schöne Garben zusammenband. Erfunden natürlich zuerst für die Farmer der USA. Unsere Rarität im Dezember 2025

    Mai 25: Rarität des Monats

    ®Altertrümmer

    Die Dampfmaschine

    Diese stehende Einzylinder-Dampfmaschine wurde um 1875 in England gebaut, wahrscheinlich von Robey & Co. in Lincolnshire. Sie kann mit Kohle oder Holz befeuert werden. Ihr letzter Arbeitsplatz war in Wales, wo sie über Flachriemen den angekoppelten Stromgenerator (Baujahr 1904) antrieb und so die elektrische Beleuchtung eines Anwesens ermöglichte. In den letzten Jahrzehnten befand sie sich in einer Oldtimer-Sammlung und war auf entsprechenden Veranstaltungen zu sehen.

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    Raritäten der letzten Monate

    • Dezember 2025: Rarität des Monats
      Das war schon eine Arbeitserleichterung: eine Maschine, die Sensen überflüssig machte und dann auch noch schöne Garben zusammenband. Erfunden natürlich zuerst für die Farmer der USA. Unsere Rarität im Dezember 2025
    • November 2025: Rarität des Monats
      Unsere Rarität des Monats November war bis weit ins 20. Jahrhundert noch ein normaler Anblick, nicht nur in der Pfalz. Er war Arbeitsutensil der Küfer, die nicht nur die Fässer für die Weingüter bauten, sondern kleineren Winzern auch Dienstleistungen anboten.
    • Oktober 2025: Rarität des Monats
      Ziemlich beeinduckende Zähne hat unsere Rarität des Monats Oktober. Es handelt sich um einen Import aus Großbritannien – hierzulande war die Dragsaw kaum bekannt.
    • September 2025: Rarität der Monats
      Zugegeben: die Grumbeerhex hat auch einen hochdeutschen Namen – aber ehrlich: der pfälzische ist doch viel schöner! Das ist unsere Rarität des Monats Septemebr
    • August 2025: Die Rarität des Monats
      Wer kennt sich noch mit Simmer und Malter aus? Was es damit auf sich hat, seht Ihr hier
    • Juli 2025: Rarität des Monats
      Ja, der Bauer war früher musikalischer als heute… Was die Geige mit dem Klee zu tun hat, seht Ihr hier
    • Juni 25: Rarität des Monats
      Das ist einer, der auf jeden Fall ohne Diesel, und fast ohne Benzin, auskommt – wir sind stolz auf dieser Rarität. Mehr zur Geschichte hier!
    • Mai 25: Rarität des Monats
      Dieser Generator braucht weder Diesel noch Benzin – das Kernstück ist die Dampfmaschine, die ihn antreibt
    • April 25: Rarität des Monats
      Nein, die Rösser wurden nicht gezupft – allerdings hatten sie Ihr Haar schon abgegeben, bis diese Maschine zum Einsatz kam
    • März 25: Rarität des Monats
      Das Sesel ist eines der ältesten bekannten Werkzeuge und bei manchen sogar immer noch in Gebrauch. Mehr hier
    • Februar 25: Rarität des Monats
      Die Schrotleiter hat wenig mit dem zu tun, das aus der Flinte verschossen wird – wozu sie gebraucht wurde, lest Ihr hier
    • Januar 25: Rarität des Monats
      Der Mausbohrer ist ein Erdbohrer und sieht aus, als ob man das Blatt eines alten Spatens rundgebogen hätte. In der Südpfalz wer er tatsächlich noch lang im Einsatz – mehr hier

    April 25: Rarität des Monats

    ®Altertrümmer/Rainer Tempel

    Die Rosshaarzupfmaschine

    …keine Maschine für Tierquäler

    Die Zupfmaschine diente dazu, in Zöpfen verkauftes Rosshaar auseinander zu zupfen, um damit anschließend Pferdekummets und -sättel, Matratzen und Möbel aufzupolstern. Auch zur Aufarbeitung von Rosshaar-Matratzenfüllungen konnte die Maschine verwendet werden. Das Zupfen geschah bis ins 20. Jahrhundert hinein noch von Hand und war eine kraftzehrende und aufwändige Arbeit. In den 1880er Jahren kamen die ersten dieser Maschinen auf den Markt, die für den Sattler eine große Zeit- und Kraftersparnis bedeuteten.

    Unsere Maschine erhielten wir von unserem 2010 verstorbenen Mitglied Sattlermeister Rudolf Prüfe.

    Die Rosshaarzupfmaschine ist im wesentlichen so konstruiert, dass die zu zupfenden Rosshaarzöpfe zwischen die am Ende des Auflagetisches eingesetzten Stifte gelegt werden. Die Zöpfe werden mit den Enden zwischen die Zuführungszylinder gelegt und durch deren Rotation in die Maschine hineingezogen.
    Auf der Innenseite werden sie von den Zähnen einer schnell rotierenden Trommel, gekämmt und kommen fertig gezupft auf der gegenüber liegenden Seite der Maschine heraus.

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    Raritäten der letzten Monate

    • Dezember 2025: Rarität des Monats
      Das war schon eine Arbeitserleichterung: eine Maschine, die Sensen überflüssig machte und dann auch noch schöne Garben zusammenband. Erfunden natürlich zuerst für die Farmer der USA. Unsere Rarität im Dezember 2025
    • November 2025: Rarität des Monats
      Unsere Rarität des Monats November war bis weit ins 20. Jahrhundert noch ein normaler Anblick, nicht nur in der Pfalz. Er war Arbeitsutensil der Küfer, die nicht nur die Fässer für die Weingüter bauten, sondern kleineren Winzern auch Dienstleistungen anboten.
    • Oktober 2025: Rarität des Monats
      Ziemlich beeinduckende Zähne hat unsere Rarität des Monats Oktober. Es handelt sich um einen Import aus Großbritannien – hierzulande war die Dragsaw kaum bekannt.
    • September 2025: Rarität der Monats
      Zugegeben: die Grumbeerhex hat auch einen hochdeutschen Namen – aber ehrlich: der pfälzische ist doch viel schöner! Das ist unsere Rarität des Monats Septemebr
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      Wer kennt sich noch mit Simmer und Malter aus? Was es damit auf sich hat, seht Ihr hier

    März 25: Rarität des Monats

    Das Sesel

    Jahrtausende alt und kaum noch bekannt

    Das wichtigste Werkzeug der Winzer war bei den Römern das Sesel. Wahrscheinlich war das sogar schon vor 4 000 Jahren in Georgien so, wo der Weinbau herstammen soll. Ein Sesel ist ein Messer mit einer gebogenen Klinge, das fast das ganze Jahr über im Wingert zum Einsatz kam. Man benutzte es zum Rebschnitt im Frühjahr, anschließend beim Anbinden der Reben zum Abschneiden der Weidenruten, dann zum Laubschneiden und schließlich im Herbst bei der Lese zum Traubenschneiden. Unverändert war dieses Werkzeug über Jahrtausende im Einsatz und man findet es mit leichten regionalen Abwandlungen in allen europäischen Weinbauregionen. Heute kennt es wahrscheinlich noch nicht einmal mehr jeder Jungwinzer, von Nichtwinzern ganz zu schweigen. Das Sesel verlor seine Bedeutung, als die Rebschere erfunden wurde.

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      Der Mausbohrer ist ein Erdbohrer und sieht aus, als ob man das Blatt eines alten Spatens rundgebogen hätte. In der Südpfalz wer er tatsächlich noch lang im Einsatz – mehr hier
    • Februar 25: Rarität des Monats
      Die Schrotleiter hat wenig mit dem zu tun, das aus der Flinte verschossen wird – wozu sie gebraucht wurde, lest Ihr hier
    • März 25: Rarität des Monats
      Das Sesel ist eines der ältesten bekannten Werkzeuge und bei manchen sogar immer noch in Gebrauch. Mehr hier
    • April 25: Rarität des Monats
      Nein, die Rösser wurden nicht gezupft – allerdings hatten sie Ihr Haar schon abgegeben, bis diese Maschine zum Einsatz kam
    • Mai 25: Rarität des Monats
      Dieser Generator braucht weder Diesel noch Benzin – das Kernstück ist die Dampfmaschine, die ihn antreibt
    • Juni 25: Rarität des Monats
      Das ist einer, der auf jeden Fall ohne Diesel, und fast ohne Benzin, auskommt – wir sind stolz auf dieser Rarität. Mehr zur Geschichte hier!
    • Juli 2025: Rarität des Monats
      Ja, der Bauer war früher musikalischer als heute… Was die Geige mit dem Klee zu tun hat, seht Ihr hier
    • August 2025: Die Rarität des Monats
      Wer kennt sich noch mit Simmer und Malter aus? Was es damit auf sich hat, seht Ihr hier
    • September 2025: Rarität der Monats
      Zugegeben: die Grumbeerhex hat auch einen hochdeutschen Namen – aber ehrlich: der pfälzische ist doch viel schöner! Das ist unsere Rarität des Monats Septemebr
    • Oktober 2025: Rarität des Monats
      Ziemlich beeinduckende Zähne hat unsere Rarität des Monats Oktober. Es handelt sich um einen Import aus Großbritannien – hierzulande war die Dragsaw kaum bekannt.
    • November 2025: Rarität des Monats
      Unsere Rarität des Monats November war bis weit ins 20. Jahrhundert noch ein normaler Anblick, nicht nur in der Pfalz. Er war Arbeitsutensil der Küfer, die nicht nur die Fässer für die Weingüter bauten, sondern kleineren Winzern auch Dienstleistungen anboten.
    • Dezember 2025: Rarität des Monats
      Das war schon eine Arbeitserleichterung: eine Maschine, die Sensen überflüssig machte und dann auch noch schöne Garben zusammenband. Erfunden natürlich zuerst für die Farmer der USA. Unsere Rarität im Dezember 2025