April 2026: Rarität des Monats

Ein Kumb aus einem Kuhhorn auf liegt auf einem Eichentisch



Der Kumb


Sense, Wetzstein und Kumb (hochdeutsch auch „Kumbf“ genannt) sind die zusammen notwendigen traditionellen Werkzeuge für das Mähen von Gras, früher auch von Getreide.

Das Sensenblatt muss beim Mähen regelmäßig nachgeschärft werden, was man mit dem Wetzstein macht. Dieser längliche, ovale Stein besteht oft aus Siliciumcarbid und wird am besten nass verwendet, weswegen er bei der Arbeit im Kumb mitgeführt wird, in dem er in etwas Wasser ruht. Der Kumb oder Wetzsteinbecher besteht aus Holz, Blech oder einem Kuhhorn und wird am Gürtel getragen.

Kumb aus Holz (c) Altertrümmer

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Viele Besitzer von Wiesen- und Obstgrundstücken kehren wieder dazu zurück, das Gras traditionell mit der Sense zu mähen. Das ist schonender für Pflanzen und Tiere. Allerdings ist es auch richtig Arbeit und das Werkzeug muss funktionieren. Wie man die Sense schärft, seht Ihr hier im Video – und „unser“ Kumpf ist im Einsatz.

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Alle Raritäten, auch die bisher schon gezeigten, findet Ihr hier!

Rundbrief 121

Januar bis März 2026

Rundbrief Nr. 121 für Januar, Februar und März 2026
Liebe Mitglieder,

das letzte Jahr endete nach einem für unser Vereinsleben sehr positivem Verlauf leider mit traurigen Ereignissen. Es starben im November/Dezember zwei Vereinsmitglieder – Eugen Bähr aus Göcklingen und Werner Reiß aus Oberhausen – und unser guter Freund Gerhard Huck aus Baden Baden. Unsere schon fast traditionelle Teilnahme am Heuchelheimer Weihnachtsmarkt fiel aus, weil die Veranstaltung völlig neu konzipiert wurde und keinen Platz für Stände bot. Unser Besuch der Retro Classic in Stuttgart fällt aus, da die Bulldog und Schlepperfreunde Württemberg (BUSFW) nicht genug Helfer finden konnten, sowohl für die Organisation der Ausstellung, als auch für die Bewirtung ihres Standes. Aber es gibt auch richtig gute Nachrichten:

Eines unserer Filmchen auf Youtube wurde bereits über 16 000 mal angesehen – alle Altertrümmer Filmchen findet Ihr auf Youtube wenn Ihr „Altertrümmer Klingbachtal“ eintippt (wenn man einen Computer und Internetzugang hat).

Wir haben überdachte Stellplätze für vier unserer „Herbschdwächlich“ gefunden, also für die Hälfte, aber für die größten.

Unser neues Buchprojekt macht gute Fortschritte, und wir haben bereits ungefähr die Hälfte der Fotos.
Wie Ihr unten sehen könnt, fängt das neue Jahr gleich wieder mit einigen Aktionen und Veranstaltungen an.
Es grüßt Euch Rainer Tempel

Hier der Rundbrief zum Download

Rundbrief 122

April bis Juni 2026

Liebe Mitglieder,
am 11. März war unsere Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen. Nach dem Jahresrückblick hatten die Kassenprüfer an Sonjas Buchhaltung nichts auszusetzen, der Vorstand wurde entlastet, und dann konnte neu gewählt werden Lukas Walter stand für das Amt eines Beisitzers nicht mehr zur Verfügung. Rainer Tempel kandidierte wieder nicht mehr für den Vorsitz und bleibt mangels eines Nachfolgewilligen weiterhin kommissarischer Erster Vorsitzender. Die weiteren Ergebnisse:

Zweiter Vorsitzender Tobias Maus, Kassenwartin Sonja Tausch-Treml, Schriftführer
Benedikt Mercker, Beisitzer Thomas Schäffer, Herbert Weis, Martin Metz, Dieter Hertle und
Hubert Fingerle. Uwe Götz, André Vögler und Dieter Metz-Lüdecke wurden zu
Abteilungsleitern gewählt.


Unser Buchprojekt hat gute Fortschritte gemacht und die meisten Fotos sind im Kasten. Nach Ostern kommt der Rest dran und dann geht es an die Texte und die Gestaltung.
Es grüßt Euch Rainer Tempel


Monatliche Stammtische im Vereinsheim Raiffeisenstraße
Mittwoch, 8. April
Programm: Dokumentarfilm „Die Schiffsbrücke zu Speyer“
Mittwoch, 13. Mai
Programm: Der Pfälzer Dichter Paul Tremmel – Dabbschädel Teil 2
Mittwoch, 10. Juni
Programm: Morgan Motor Company – Autobau in Handarbeit


Veranstaltungen in der Umgebung

26.April: Traktoren, Stationärmotoren- und Landmaschinentreffen Quirnheim

09./10. Mai: Oldtimer-und Schleppertreffen anl. 20 Jahre Bulldogfans KL Süd, Krickenbach

14. Juni: Südpfälzer Eicher-Treffen, Speyrer Str. 23, LD-Sammheim

14. Juni: Les vieux tracteurs et Puces de Salmbach (Alte Traktoren und Flohmarkt), Salmbach,

Hier der Rundbrief zum Download

Die Altertrümmer in Johanniskreuz

(c) Altertrueemmer

Am 21. März 2026 fand der Tag des Waldes statt. Das Forstamt Johanniskreuz hatte zu einer Veranstaltung rund um den Wald und die Holzwirtschaft eingeladen. Mit dabei auch unsere berühmteste Rarität, die Badnsäge, die dank sorgsamer Pflege und Vorbereitung eine problemlose Publikumsvorführung ablieferte.

Für die Bilder herzlichen Dank an Tom Schäffer

Video – unsere Bandsäge 2025

Jahreshauptversammlung am 11. März 2026

Unser Verein hatte am 11. März seine Jahreshauptversammlung. Neben den vorgeschriebenen Formalitäten wurde der Vorstand neu gewählt und wir sprachen über die Vorhaben im laufenden Jahr. Die Idee, im Herbst auch in Heuchelheim-Klingen eine Lichterfahrt mit geschmückten Traktoren durchzuführen, ist leider nicht realisierbar, da Sperrungen nur einmal im Jahr möglich sind – und das ist schon durch die Kerwe und den Traktorkorso ausgeschöpft. Von vier Mitglieder, die in den letzten 12 Monaten verstorben sind, haben wir uns gemeinsam verabschiedet.


Rainer Tempel zog eine bebilderte Bilanz des vergangenen Jahres – die meisten unserer Aktivitäten sind auch auf der Webseite dokumentiert.

Zu den Vorstandwahlen: Dr. Rainer Tempel bleibt weiterhin kommisarisch Vereinsvorsitzender. Zweiter Vorsitzender bleiht Tobias Maus, Schriftführer Benedikt Mercker und Kassenwartin Sonja Tausch-Treml. Wiedergewählt wurden die Vorstandsmitglieder Hubert Fingerle, Dieter Hertle, Herbert Weis, Martin Metz und Thomas Schäffer. Neu als kooptierte Vorstandsmitglieder wurden Uwe Götz, André Vögler und Dieter Metz-Lüdecke aufgenommen.

März 2026: Rarität des Monats



Eisschrank EFA Eiskfink


Ein Eisschrank ist ein Vorläufer des Kühlschranks. Er verbraucht keinen Strom, denn die Kühlung erfolgt durch Eis. Im Grunde ist er ein einfacher Schrank mit zwei Fächern. In das obere wurden Eisstücke oder Stangeneis eingelegt, in dem zweiten darunter wurden die Lebensmittel aufbewahrt. Trotz guter Isolierung taute das Eis im Eisfach langsam ab. Das Schmelzwasser floss über eine Röhre in eine Wanne am Boden des Schrankes, aus der es mit einem Hahn abgelassen werden konnte.

Unser „Eisfink“ stammt aus den 1930er Jahren, einer Zeit als das Stangeneis vom sogenannten Eismann geliefert wurde, der große Mengen Eis in einem Kühlhaus oder Eiskeller aufbewahrte. Das Eis vom Winter wurde dort für den Sommer eingelagert und dann an die Haushalte und Geschäfte verteilt. Noch bis vor 50 Jahren wurde Stangeneis in Restaurants zur Getränkekühlung benutzt.

Heute gibt es keine Eiskeller mehr, und unter Eismann versteht man jetzt den Speiseeisverkäufer. /rt

Der Eismann war noch bis in die 50er Jahre so normal, dass kaum jemand auf die Idee kam, diesen auf Bildern oder im Film festzuhalten. Hier ein Fund aus dem Bundesarchiv: Auch in der Großstadt (West-)Berlin gab es nach dem Krieg noch Eismänner. Dort gibt es übrigens auch noch einen Ortsteil namens „Eiskeller“. Bei uns auf den Dörfern sind die Eiskeller mittlerweile aus dem Ortsbild verschwunden.

(c) Bundesarchiv
Zentralbild Zimontkowski 6.7.1957 Berlin bei 30° im Schatten Sehnsüchtig wird in diesen Tagen in vielen Haushalten und Geschäften der „Eismann“ erwartet. Aber auch unsere Kleinen empfangen ihn mit Freuden – ob wohl ein Tropfen abfällt?

Alle Raritäten, auch die bisher schon gezeigten, findet Ihr hier!

Das war unser Schlachtfest 2026

(c) Altertrümmer Klingbachtal e.V.

Das war die Aufgabe: eine Sau mit 200 kg und eine Schwäbisch-Hällische mit 130 kg, organisiert von Tom Schäffer, mussten zu Edelfleisch, Wurst, Kesselfleisch und mehr verarbeitet werden! Schon vor dem 7. Februar starteten die Vorbereitungen: die Werkstatt von Peter Schunck musste ausgeräumt und geputzt, dann mit Karton ausgelegt werden. Und dann konnte es losgehen – ein Spaß für alle, die dabei waren. In der Galerie unten seht Ihr die schönsten Momente, festgehalten von Peter Schunck und Uwe Götz

Februar 2026: Rarität des Monats



Unser Stromwagen


Unser Stromwagen stammt wahrscheinlich aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Damals konnten sich die meisten Bauern keine eigene Dreschmaschine leisten und das Dreschen mit Dreschflegeln war noch die Regel. Es gab aber auch Lohnunternehmer, die mit einer Dreschmaschine zu den Bauern kamen. Diese Maschine wiederum brauchte einen Antrieb. Das konnte eine Dampfmaschine sein oder ein Elektromotor. Ein Stromwagen hat in seinem Innern einen Elektromotor und seitlich eine Riemenscheibe für einen Flachriemen. Da längst nicht alle Dörfer damals mit Strom versorgt waren, konnte man mit dem Stromwagen und der Dreschmaschine auch einfach in der Nähe einer 380-Volt-Freileitung dreschen. Dazu führte der Stromwagen zwei lange Holzstangen mit Haken mit sich, mittels derer die Anschlusskabel des Elektromotors direkt an die Freileitung angeschlossen wurden. Im Wagen befand sich ein Zähler, so dass der Verbrauch korrekt abgerechnet werden konnte. Klingt abenteuerlich, und wir haben auch bis jetzt nicht geplant, dieses Anschlussverfahren auszuprobieren.

/rt

Alle Raritäten, auch die bisher schon gezeigten, findet Ihr hier!

2026: wir machen ein neues Buch!

Klaus Forstner

Klaus Forstner, unser Fotograf, Rainer Tempel und Sonja Tausch-Treml als Redaktionsteam und ich (Uwe) als Videmoacher sind derzeit viel unterwegs: unser Vorhaben, ein neues Buch zu machen, nimmt langsam Form an. Es gab viele schöne, aber auch einige traurige Gründe dafür: viele neue Mitglieder sind in den letzten zehn Jahren dazugekommen, das heißt neue Maschinen, aber auch ein paar Sammelgebiete alter Technik, die damals noch nicht dabei waren. Einige der Vereinsfreunde, die wir damals vorgestellt haben, haben uns in den letzten Jahren leider auch für immer verlassen. Grund genug, etwas Neues auf die Beine zu stellen. Deshalb reisen wir von Fototermin zu Fototermin und wollen Euch bald die schönsten Bilder von Menschen und Maschinen zeigen.

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Übrigens: unser altes Buch gibt’s auch noch

Buch: Freundschaft

Januar 2026: Rarität des Monats

(c) Altertrümmer / Rainer Tempel



Entrahmerschüssel


Will man Butter selbst herstellen, braucht man Rahm. Früher holte man Frischmilch beim Bauern, wenn man nicht selbst eine Kuh hatte. Das war natürliche Vollmilch, also mit dem vollen Rahmanteil. Der schwankt je nach Haltung, Rasse und Witterung und liegt zwischen 3,8 und 4,5 %. Kauft man Vollmilch im Handel, ist der natürliche Fettgehalt meist so eingestellt, dass er mindestens 3,5 % beträgt, denn die Milch wird erst entrahmt und durch die Zugabe von entzogenem Rahm auf 3,5 % eingestellt. Bei nicht-homogenisierter Milch kann sich der Rahm als Schicht oben absetzen, während bei homogenisierter Milch der Rahmanteil gleichmäßiger verteilt ist und auch so bleibt.

Milch entrahmt am einfachsten mit einer Zentrifuge. Wer aber diese relativ teure Maschine nicht besitzt, hat relativ einfache Möglichkeiten, von denen der Gebrauch einer Entrahmerschüssel vielleicht die einfachste ist:

  • Natürliche, unbehandelte Vollmilch in die Entrahmerschüssel füllen,
  • Über Nacht (im Kühlschrank) stehen lassen.
  • Der Rahm setzt sich als Schicht oben ab.
  • Am nächsten Tag, den Verschluss vom Auslauf der Entrahmungsschüssel nehmen und die entrahmte Milch ablassen.
  • Den Rahm zu weiteren Verwendung aus der Schüssel nehmen.

Entrahmungsschüsseln kann man scheinbar nicht mehr kaufen – es gibt sie nicht mehr.
-rt

Buttermachen war eine ziemliche Arbeit. Außerdem brauchte man, um genug Rahm zu haben, Unmengen von Milch. Deshalb war Butter immer teuer und früher konnten sich nicht alle Butter aufs Brot schmieren. Das schwäbische Bauernhofmuseum in Illerbeuren hat ein Video ins Netz gestellt, auf dem die Arbeit zu sehen ist. Der Rahm ist dort allerdings schon von der Butter getrennt.


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Der Bayerische Rundfunk hat zu dem Thema auch ein längeres Video in der Mediathek:

  • Januar 2026: Rarität des Monats
    Klarstellung: die Butter kommt nicht aus dem Supermarkt. Sie kommt aus der Kuh und muss mit ziemlichem Aufwand aus frischer Milch hergestellt werden. Aber wer tut das heute noch? Früher musste man. Deshalb gab es die Entrahmerschüssel.
  • Februar 2026: Rarität des Monats
    Strom auf dem Acker – das war Anfang des 20. Jahrhunderts schon möglich. Allerdings nur durch „Anzapfen“ der Freialndleitungen, die durchs Land führten. Genau dafür wurde unser Stromwagen konstruiert.
  • März 2026: Rarität des Monats
    Lebensmittel zu kühlen war bis in die 50er Jahre oft eine Herausforderung. Der elektrische Kühlschrank war vielfach noch eine Ausnahmeerscheinung, deshalb wurde z.B. im Kingener Dorfgemeinschaftshaus eine gemeinschaftliche Kühlkammer eingerichtet. Viele Haushalte hatten unserer Rarität im Haus, die auch ohne Strom auskam.
  • April 2026: Rarität des Monats
    Der Kumb war früher imme dabei, wenn es ans Mähen ging. Mehr dazu hier

Alle Raritäten, auch die bisher schon gezeigten, findet Ihr hier!