Die Ziegelform
Eine einfache Form aus Holz, mit Lehm gefüllt, der dann glattgestrichen wurde – das war der erste Schritt zum geformten und gebrannten Ziegel. Zuerst blieb es, wie z.B. in Mesopotamien, dabei, dass der geformte Lehm getrocknet und dann als Baumaterial verwendet wurde. Ca. 3000 v. Chr. konnten erstmals Ziegel gebrannt werden, die dann auch wetterfest waren. Im heutigen Deutschland wurde diese Technik erst mit der römischen Besiedlung eingeführt – die keltischen Stämmer links des Rheins und im Süden kannten den Ziegel genauso wenig wie die Germanen im Norden und Osten. In Norddeutschland wurde die Backsteinarchitektur perfektioniert, ebenso wie in den Niederlanden, England oder Skandinavien.
Im Ziegleimuseum Sondernheim kann man noch eine komplette Ziegelei besichtigen, in der alle Arbeitsschritte – von der Anlieferung des Lehms über die Verarbeitung der weichen Masse bis zur Formung und zum Brand im Ringofen erlebt werden kann. Im Rahmen unseres Vereinsausfluges haben wir die Anlagen besichtigt.
Da Ziegel schwer und Lehm fast überall vorhanden war, gab es in Europa zahlreiche Ziegeleien, die mit der Industrialisierung langsam verschwanden. Es war billiger, das Material von großen und effizienten Betrieben durchs Land zu transportieren als es vor Ort herzustellen. Aus der Pfalz haben wir leider keine alten Filmdokumente aus einer Ziegelei gefunden, dafür aber aus dem Rheinland
Disclaimer: Die Altertrümmer-Weseite verwendet keine Cookies oder Verfolgungstechnologien. Mit dem Klick auf das Video müsst Ihr aber die Datenschutzrichtlinien von Google/Youtube akzeptieren


